Letzter Abend wie er im Buche steht

…12:30 Uhr es klingelt der Wecker. Ja richtig gelesen, heute wurden nochmal die Kraftreserven aufgefüllt um richtig auf den Putz zu hauen! Mittags hat die Küche eine feine Gulaschsuppe gezaubert um auch die restlichen Tanks für den Tag zu füllen. Ein wahrer Gaumenschmauß!

Anschließend wurden dann neben den letzten Bastelarbeiten auch die Vorbereitungen für den letzten Abend begonnen. Man hätte gedacht, die Gestaltung des Raumes würden typischerweise die Mädels übernehmen, aber am Ende war es reine Männersache. Vielleicht lag das auch daran, dass die weibliche Hälfte sich in Blumentöpfen, Marmorieren oder Specksteinen verausgabte.

Parallel zu den Basteleien wurde in der Küche schon fleißig am Highlight des Lagers gearbeitet. Es wurden allerlei Köstlichkeiten aufgetischt (zu viele um sie in einen Blogeintrag zu packen) die für Erstaunen beim Betreten der Küche sorgten! Als erstes in den Genuss kamen die kleinsten unter uns chronologisch gefolgt von den Älteren. Ein bisschen blöd, wenn man Leiter ist und zu den Ältesten im Lager gehört… Ein Glück, dass die Küche genug von allem hatte. Für dieses Highlight gab es dann eine Rakete nach der anderen. Verdient!

Mit vollem Ranzen ging es an die letzten Vorbereitungen und ans hübsch machen für den Abend der Abende. Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker luden zu einer längst vergessenen Show ein. Wetten, dass es ein gelungener Abend wird?! Promis aus ganz Deutschland scheuten keine Kosten und Mühen um bei „Wetten, dass?“ in Herrischried dabei sein zu können und den Wettkönig vom Hotzenwald zu küren. 11 Wetten standen auf dem Plan. Von Saltos über Zahnpasta anhand des Geruchs zu identifizieren bis zu T-Shirts dem jeweiligen Lagerkind zuzuordnen. Ein wahres Comeback für Thomas Gottschalk und ein herrlicher Abend mit Abschluss in der jährlichen Lagerdisco…

Immer wieder sentimental diese letzten Abende im Lager und in diesem Jahr ein besonderer für mich. Das letzte Lager… Kaum vorstellbar sich von diesem Abenteuer zu trennen, aber irgendwann müssen auch die schönen Dinge mal enden… Aber ich kann ohne schlechtes Gewissen das Projekt „Ferienlager“ ad acta legen. Da wartet ein Team mit außergewöhnlichen Charakteren und voller Tatendrang auf die zukünftigen Lager. Das kann einfach nur gut werden!

Auf wieder sehen…

Euer Lukas

 

 

 

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Rekorde, Rekorde, REKORDEEEE!!!!

Computerlogbuch des Ferienlagers, Captain Seifried, Sternzeit 41153,7.

Am frühen Morgen, 8.30 um genau zu sein, startete ein ereignisreicher Tag. Nach gewohnt gutem Frühstück ging es auch direkt in den nahegelegenen Wald. Capture the Flag stand auf dem Programm. Ein völlig neues Spielsystem sorgte für Abwechslung und außer ein paar kleineren Wehwechen gab es keine Verluste zu verzeichnen. Nach den selbstgemachten Gnocchi’s, der wohlverdienten Stärkung, ging es heiß her. Die Besatzung hatte die Möglichkeit an verschiedenen Stationen sich gegenseitig und sich selbst zu überbieten. Am Abend ging es dann nur noch um das Geld. Beim „Duell um die Geld“ konnte sich jeder in Allgemeinwissen, Wissen über die Besatzung und guten Schätzungen beweisen. Die Vorfreude auf den letzten Abend steigt, allerdings wird auch jetzt schon wehmütig auf die vergangenen 10 Tage zurückgeschaut.

Kleine Randnotiz:

Am Freitag Abend verbringen wir gemeinsam unseren traditionellen letzten Abend. Dafür treffen wir uns im Garten des Kolpinghauses (Pforzheimer Straße 23) Wir werden Pizza bestellen und einen allerletzten Abend zusammen verbringen. Getränke bekommen wir gestellt, die müssen im Gegensatz zur Pizza aber bezahlt werden. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Kinder kommen.

 

Von Herrischried nach Gallien und zurück!

„Die spinnen, die Römer! “ So hieß das Motto des frühen Morgens im Hotzenwald. Ganz im Zeichen von Asterix und Obelix durften die Kinder dem Druiden Miraculix dabei helfen, seinen bekannten Zaubertrank zu brauen.

Um die zahlreichen Zutaten zu sammeln, flitzten die Kids in Gruppen durch das ganze Haus. Hier stießen sie auf Persönlichkeiten wie Faballa, Wurstifix, Verleihnix oder auf einen römischen Soldaten. Bei den einzelnen Stationen konnten sie sich durch kleine Spiele oder geschickte Tauschgeschäfte zu den benötigten Zutaten vorkämpfen.

So konnten sie Miraculix helfen seinen wichtigen Zaubertrank zu brauen und so die Römer in die Flucht schlagen…

Nach einem aufregenden Vormittag ging es spannend weiter. Tapfer haben sich die Kids auf den Weg gemacht, um bei unserem traditionellen Postenlauf um den Sieg zu kämpfen. Und wie gekämpft wurde. Die Kids steckten voller Ehrgeiz und was uns am Meisten stolz machte, voller Teamgeist. Es wurde stets drauf geachtet, dass jeder mitkommt. Die kleinen und großen wurden von ihren Teammitgliedern motiviert und so war am Abend nicht nur die schnellste Gruppe der Sieger, sondern jede Gruppe hat eine Anerkennung verdient, ob für gutes Durchhaltevermögen oder für, einfach stolz machendes, soziales Verhalten.

Aufgrund des schlechten Wetters heute, mussten wir am Abend leider etwas um planen. Nachdem die Mehrheit der Kinder für einen erneuten Filmeabend abgestimmt hatte, wurde dieser auch durchgeführt und so fand der sportliche und aufregende Tag ein ruhiges und gemütliches Ende.

Wir Grüßen unsere liebsten aus Ettlingen, Staffort, Bad Herrenalb und Malsch!♥♥♥

Geschrieben und verfasst

von

Nicolai Becht󠅙©

Montagsreim

Früh geweckt, müde zum Frühstück erschienen,

die Kids werden sich nie in Kooperationsspiele verlieben.

Deshalb nannten wir es Erlebnispädagogik,

nur Tim G. kam hinter die verstrickte Logik.

 

Beim ohne Hände gleichzeitig aufstehen,

merkte man früh: Es kann nur als Gruppe gehen.

Schulter an Schulter, gemeinsame Kraft,

schon war die Aufgabe mit Bravour geschafft!

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Beim Fallschirmspiel ging es hoch hinaus,

für gute Leistungen zollte man lauten Applaus.

Als Belohnung gab es Minigolf und Eis:

Tiger Woods wär neidisch – geiler Scheiß!

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Nach der im Wald gebauten Murmelbahn

Hatten wir schon den nächsten Plan:

Wir machten einen großen Putz

Im Haus bleibt jetzt kein bisschen Schmutz.

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Abends gab es zwischen Kindern und Leitern ein Duell,

die Favoritenrolle änderte sich schnell.

Nadine feiert den Zwischenstand auf die Schnelle,

Die Leiter kassierten eine nach der anderen Schelle:

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Tristan rasierte Marsha im Finale hart,

jetzt hat die Küche nur noch einen Bart.

Morgen kommt die Strafe, das kalte Nass,

Aber yolo, heut Abend hatten wir Spaß.

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Das Niveau der Kreativität wird langsam bedenklich,

wir beenden das besser nun – Endlich!

Wir melden uns morgen in alter Frische,

wir sind Benedikt und David, die größten Fische.

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Zwischen jung und alt

Den Sonntag starteten wir entspannt mit einem Gottesdienst der etwas anderen Art. Das Gleichnis des verlorenen Sohnes schauten wir uns dabei genauer in verschiedenen Stationen an, in welchen jeder die Möglichkeit hatte über sich selbst, sein Leben und vor allem die für wichtig empfundenen Dinge nach zu denken. Nach 6 Tagen Lager konnte so jeder von uns wieder etwas runterkommen und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Durch gemeinsames Singen oder Teilen von Gedanken wurde unser Gemeinschaftsgefühl mal wieder deutlich.

Nach diesem entspannten Vormittag war es dann mal wieder Zeit für etwas Denkarbeit und da im September schon die nächsten Bundestagswahlen anstehen, war das die perfekte Möglichkeit für einen Wahlmittag. In kleinen Gruppen gründeten die Kinder ihre eigenen Parteien mit allem drum und dran, egal, ob Wahlprogramme, Parteinamen oder Werbemitteln, es war alles realistisch am Start. Wir Leiter stellten dabei verschiedene Bevölkerungsschichten, wie zum Beispiel gut und konnten große Überzeugungen erzielen. Mit Hilfe der halbstündig stattfindenden Tagesschau wurden sowohl die Parteien, als auch die Wähler auf die neuesten Wahlzwischenergebnisse und aktuellen Neuigkeiten gebracht. In einem spannenden Wahlendkampf behaupteten die Gruppen sich und ihre Meinung noch einmal und mit sich voneinander knapp unterscheidenden Ergebnissen stand am Ende eine Partei als Sieger im Raum, die es geschafft hat die Mehrheit von uns zu überzeugen. Jetzt können wir ganz sicher sein, dass alle bereit für die Wahlen sind und sich nicht so leicht über den Tisch ziehen lassen.

Nach diesem kleinen Ausflug in die „Erwachsenenwelt“ war es dann mal wieder Zeit für etwas Kindheit im Rahmen eines Märchenabends. Zu Besuch waren alleinerziehende Eltern, Familien mit Kindern, Rentner, Kiffer, Lehrer oder Manager dar. Auch wenn wir es den Kindern nicht immer leicht machten, verstanden sie ihre Sache

einige Märchenfiguren, welche zusammen mit den Kindern unser eigenes Märchen hier aus dem Hotzenwald zu einem Happy End führten. Mit Schneewittchen trafen sie auf diesem Wege einige Märchenfiguren, wie Hans im Glück, Frau Holle oder Hänsel und Gretel, die bei verschiedenen Problemen Hilfe benötigten. Erbsen von Linsen trennen, Lebkuchenhäuser bauen, Muscheln suchen oder Rätsel lösen, stellten dabei kein großes Hindernis dar. Nachdem alle Schwierigkeiten überwunden waren konnten sowohl die Märchenwesen aus dem Hotzenwald, als auch die Kinder ins Bett gehen und den Erholungsschlaf für den nächsten Tag zu starten.

 

Die Ruhe vor dem Sturm

Nachdem wir den Abend gestern sehr aufregend beendet hatten war es heute morgen allen gegönnt mal so richtig auszuschlafen. Nachdem um 13 Uhr auch die letzten aus dem Bett gekrochen sind konnten wir alle frisch gestärkt nach dem leckeren Mittagessen mit dem heutigen Programm starten. Aber stopp da sind ja ganz neue Leute?! Ja genau, heute bekamen wir Besuch aus Ettlingen, denn die Ehemaligen Leiter wollten auch wissen was wir in Herrischried hier so treiben. Das heutige Mittagsprogramm bestand aus der Olympiade der vier Elemente. Die Kinder hatten die Aufgabe verschiedene Stationen zu den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde zu bestreiten. Die Aufgaben bestanden beispielsweise aus kniffligen Streichholzrätseln oder einem witzigen Erdtransport auf einem Löffel. Nachdem die Kinder die Spiele natürlich grandios bestreiteten hatten wir alle bis zum Abendessen die Möglichkeit die Zeit mit dem Besuch bei einer Runde Risiko zu genießen. Beim Abendprogrammpunkt Mein Mann kann konnten wir schon einmal testen, wie gut sich die Kids nach einer Woche gegenseitig kennen. Denn die Kinder wurden in Pärchen eingeteilt. Eine Person jedes Pärchens musste dabei eine lustige Challenge mitmachen wie beispielsweiße eine Flasche mit dem Mund zu öffnen und diese ohne Hände zu trinken oder Wäscheklammern mit dem Mund an eine Wäschelange zu hängen. Der Partner der nicht spielt, hatte dabei die Aufgabe das Können seines Partners einzuschätzen und musste schätzen wie lange sein Partner für die jeweilige Aufgabe benötigt.

Nachdem wir alle viel Spaß beim Abendprogramm hatten, konnten wir bei einem wunderschönen Impuls nochmal so richtig zur Ruhe kommen und dabei die letzten wunderschönen Tage reflektieren.

 

Auf sich allein gestellt…

Hilfe!

Wo sind wir?

Wo geht es lang?

Diese Fragen stellten sich sicherlich so einige Kinder heute morgen, nachdem sie ohne Karte und ohne Navi im Wald ausgesetzt wurden.
Trotz Ungewissheit, ob man nun wirklich in die richtige Richtung läuft oder einfach nur in die Walachei, gaben sich die Kinder ehrgeizig und rannten die Strecken in Windeseile, auch wenn es nicht immer der kürzeste Weg war.
Doch auch wenn so manches Kind an unserer Heimat vorbei liefen, gelang es doch allen die Sinne beisammen zu halten und sich zurück zum Haus zu orientieren.

 

Da nun die ersten Tage schon vorbei geflogen sind und das spaßige Programm, an manchen Stellen, doch auch fordernd war, gab es heute Mittag eine gute Gelegenheit sich zu sammeln, mal ein bisschen Ordnung zu schaffen und auch einfach das gute Wetter zu genießen. Freizeit hieß jedoch für einige Kinder auch, dass sie es sich wohl verdient hatten, das Planschbecken zu befüllen oder auch mal ein bisschen für Sauberkeit zu sorgen.

 

Doch auch wenn der Spaßfaktor beim Boden putzen ein bisschen hinten dran bleibt, so konnten sich dennoch alle Kinder auf einen gelungenen Grillabend freuen.

Auch wenn der Abend nur mit Wurst, Ketchup und vielen himmlischen Salaten begonnen hatte, hatte das nicht zu bedeuten, dass die Leiter keinen Plan ausgeheckt hatten, um die Kinder in scheinbarer Sorglosigkeit zu halten.
Denn nach einigen Runden von altbekannten Lagerfeuerliedern, ging es an eine modifizierte Schnitzeljagd.
Was passiert jedoch, wenn es dunkel ist und sie im Wald von Station zu Station eilen, immer mit der Furcht vor dem „geflohenen Psychopath“?
Sie fürchten sich vor einer Schüssel mit Mehl und Wasser…

Nachdem den Kindern das ein oder andere Mal der Schrecken ins Gesicht geschrieben war, war ihnen jedoch klar, dass der vorgegebene „Psychopath“, sich urplötzlich in Luft aufgelöst hatte und die Suchmeldung verdächtig nach Manipulation stank.

Und somit gingen die Kinder dann auch heute schlafen, in dem Wissen, dass sie den Leitern mal wieder dick auf den Leim gegangen waren.